Allgemein

Kann ich Stress und Selbstüberforderung überhaupt vermeiden?

Kann ich Stress und Selbstüberforderung überhaupt vermeiden? Stress lässt sich oft nicht umgehen. Stressbelastete Situation zeigen sich immer wieder. Die Frage ist, wie kann ich es vermeiden in einen dauerbelasteten Zustand zu kommen und mich dauerhaft selbst damit überlasten. Denn im Grunde ist es ja so, dass wir uns diesen negativen Stress selbst machen. Nicht zu vergessen ist: Stress an sich ist nicht negativ, im Gegensatz es ist ein in manchen Situationen überlebensnotwendiger biologischer Ablauf in unserem Körpersystem. Bereiche unseres Gehirns senden bei „Gefahr“ Signale an unser Nervensystem, um den Körper mit Hormonen zu überfluten, damit Energie bereit gestellt werden kann für Flucht oder Angriff. Alle anderen Körperfunktionen, die dafür nicht benötigt werden, werden zurückgefahren. Wir brauchen dann nichts zu Essen, Schmerzen werden nicht wahrgenommen, Verdauung ist nicht notwendig. Komplizierte Denkvorgänge brauchen wir dafür auch nicht. Dafür brauchen wir einen erhöhten Blutdruck, Blutzucker, scharfe Sinne und Anspannung des Muskeltonus. Das alles macht uns bereit für einen außerordentlichen Einsatz von Energie, die zu fast übermenschlichen Leistungen befähigen. – für den Moment und die Dauer der Gefahr!! Diese Funktionen sind immer noch die gleichen wie früher zu Zeiten des Säbelzahntigers. Wenn nach so einer gefährlichen Situation alles wieder in Ruhe kommt, das Problem gelöst ist, kann sich alles wieder entspannen, die Funktionen sich wieder normalisieren und dann können und müssen wir uns erholen, wieder etwas essen, um wieder Energie zu tanken, für den Fall einer neuen Gefahr. Heutzutage sind unsere Stresssituationen ganz anderer Natur. Psychische Belastungen, Überforderung führen auf Dauer zu einem nicht absehbar endenden Stresszustand, der dann mit der Zeit den Körper und das System überlastet, gesundheitliche Schäden entstehen, psychische und chronische Erkrankungen, auch Rückenprobleme fallen oft in diesen Ursachen-Kontext. Resilienz ist in letzter Zeit ein immer wiederkehrender Begriff. Die Stärkung der psychischen Widerstandskräfte ist auch im Erwachsenenalter möglich. Früher dachte man, es ist unausweichlich, je nach Ausgangslage eines Kindes, in welche Verhältnisse es hineingeboren wird und wie es die ersten Jahre verbracht hat. Das hat nachweislich einen Einfluss auf die Widerstandskräfte, ist aber nicht unveränderbar. Inzwischen weiß man, dass sich durch Mentale und dadurch emotionale Veränderung eine Verhaltensänderung und somit eine Veränderung des Lebenslaufes einstellen kann. Wir stärken unsere Widerstandskräfte einerseits durch die Veränderung unserer Haltung gegenüber vergangenen Erfahrungen, aktuellen Situationen und Menschen, denen wir begegnen. Andererseits stärken wir die Resilienz durch einen achtsamen Umgang mit unseren eigenen Grenzen, Klarheit und Respekt uns und Anderen gegenüber und einer klaren, respektvollen Kommunikation. Wir können nach salutogenesischem Ansatz unsere Gesundheitsressourcen Selbstwert, Zugehörigkeit und Emotionale Intelligenz, sowie Kommunikations-, Konfliktlösungs- und Interkulturelle Kompetenz aber auch durch ein gezieltes Stressmanagement stärken und damit resistenter werden gegen alltägliche Belastungen in Beruf und Privatleben. Wir stellen Ihnen und Ihrem Team ein individuell auf Sie zugeschnittenes Training zusammen. Sprechen Sie uns gerne darauf an.

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Wie erhalten sich pädagogische Fach- und Führungskräfte psychisch und mental gesund?

Wie erhalten sich pädagogische Fach- und Führungskräfte psychisch und mental gesund? Die Belastungen, denen pädagogische Fachkräfte täglich ausgesetzt sind, nehmen stetig zu. Die Erwartungen der Gesellschaft, Kinder und Jugendliche zu sozialkompetenten und für die Gesellschaft gewinnbringende Individuen zu entwickeln, ist in Verbindung mit den ganzen kulturellen Aspekten und familiären Unsicherheiten, mit denen die Kinder leben, eine sehr große und kaum zu bewältigende Aufgabe. Und gerade Pädagogen, die sich sehr mit der Entwicklung der Kinder identifizieren, sich emotional sehr engagieren, dadurch auch eine stabile Verbindung zu den Kindern und Schülern herstellen können, leiden manchmal erst recht darunter und kommen in ein Überforderungsgefühl, da die Entwicklung von ganz vielen Faktoren abhängt, auf die sie nicht direkt Einfluss haben. Iimmer öfter leidet genau diese Berufsgruppe an Überforderung und immer mehr bewegen sich auf gesundheitliche Probleme zu und die Ausfälle durch Krankheit steigen. Bei Lehrer*innen werden überdurchschnittlich häufig Burnout diagnostiziert, Psychosomatische Erkrankungen scheinen die Hauptursache für Frühpensionierungen zu sein (Heyse u.a. 2004) Ein Training zur Gesundheitsförderung auf Basis der Salutogenese (Aaron Antonowsky) bietet hierzu eine gute Möglichkeit und unterstützt dabei, trotz der alltäglichen Anforderungen gesund zu bleiben und für das eigene Wohlbefinden zu sorgen. Der Frage „Was erhält Menschen gesund?“ wird seit den Forschungen der 80-er Jahren von vielen Gesundheitswissenschaftlern nachgegangen und es geht nicht nur bei Antonowsky darum, immer wieder ein Kohärenzgefühl herzustellen. Auch Gerald Hüther, der Neurowissenschaftler spricht viel vom Kohärenzgefühl, dem Zustand in dem „alles irgendwie passt“. Wenn dieser Zustand in unserem Gehirn und unserem Körper, also in unserem ganzen System vorhanden ist, kann der Körper sehr gut kompensieren und unsere Gesundheit bleibt stabil. Wenn wir allerdings unter Dauerbelastung stehen, geht ihm irgendwann die Kraft aus und Krankheiten zeigen sich. Wir bieten ein konkretes Training an zur Erhaltung Ihrer psychischen und mentalen Gesundheit, zur Stabilisierung Ihres Kohärenzgefühls, damit Sie weiterhin mit Freude und Energie ihrem Beruf, Ihrer Berufung nachgehen können. Sprechen Sie uns gerne darauf an.

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Die Zeit reißt tiefe Wunden in das Seelenheil unserer Kinder

Die Zeit reißt tiefe Wunden in das Seelenheil unserer Kinder  „…Reiß Dich zusammen.,…Wir müssen halt…..,…. Du kannst nicht ….., …Das geht jetzt nicht..“ Das und noch Vieles mehr sind Satzteile, die uns jetzt seit einem Jahr verstärkt begleiten. Leider erst sehr spät werden die Stimmen von Kinder- und Jugendpsychologen, -ärzten und -therapeuten lauter und veröffentlicht. Das, was wir Erwachsene aus unserem Erwachsenen-ICH schon auf uns selbst bezogen kritisieren und was schon uns ganz schön zusetzt, die Belastungen, die durch Home-Office, drohendem Arbeitsverlust & Co. auf uns eingestürzten, durch die gefühlte “Endlosigkeit“ immer noch anhalten und uns an unsere Grenzen kommen lassen, hat auf unsere Kinder einen noch viel größeren Einfluss. Sie leiden teilweise unbemerkt. Immer mehr Kinder zeigen ein verändertes oder auffälliges Verhalten. Sie für die Schule zu motivieren, scheint immer schwieriger. Immer mehr Jugendliche  fallen in Resignation und depressive Zustände, fangen an Ess- und Angststörungen zu entwickeln, sich zu verletzen, um sich selbst zu spüren. Die Praxen werden immer mehr überlaufen. Die Beschränkungen und die Beschränkung ihrer psychologischen Grundbedürfnisse, des Lustprinzips, des Bedürfnisses nach Bindung und Autonomie lassen unseren Kindern wenig Wahlmöglichkeiten. Und das hat, nach Aussagen von Experten, Auswirkungen auf ihre Entwicklung. Eine Auswirkung, die sich erst noch in ihrer ganzen Konsequenz in der Zukunft zeigen wird. Hoffen wir, dass bald wieder mehr Leichtigkeit ins Leben einkehrt, eine Unbeschwertheit für unsere Kids, die ihnen zusteht. Das Leben mit ganzem Herzen auszukosten, über die Strenge zu schlagen, auch mal über Grenzen zu gehen, ist doch das Privileg der Jugend. Vernunft und Disziplin ist manchmal notwendig, um an ein Ziel zu kommen, doch braucht es in der Zeit ganz viel sinnfreies Ausleben für die Findung und Entwicklung der Persönlichkeit. Und mal ganz ehrlich, was haben wir in unserer Jugend alles getan und welche Regeln haben wir missachtet?  Also mir fällt da so einiges ein. Und das ist gut so, denn nur so können wir unser SELBST entwickeln. Also wie und wann ist es möglich, unseren Kindern und Jugendlichen wieder mehr „Spielraum“ zu geben? Leider lässt die ultimative Lösung noch auf sich warten. Was können wir als Eltern tun? Wir können sie erst mal einfach nur in den Arm nehmen und ihnen Mut zusprechen sie ernst nehmen mit ihren Bedürfnissen zuhören und ihnen ganz deutlich vermitteln, dass sie zu Hause in einem sicheren Raum sind Dass sie alles aussprechen können, auch wenn es uns als Eltern erstmal vielleicht trifft. ganz viel mit ihnen sprechen und lachen und vielleicht auch einfach ihre Lieblingsserien mit ihnen anschauen Wenn unsere Kinder in Schulen von Lehrern unterrichtet werden, die diese Bedürfnisse berücksichtigen und in ihrer Persönlichkeit selbst so entwickelt sind, dass sie gut und achtsam damit umgehen, haben unsere Kids noch Glück. Also liebe Erzieher und Lehrer, jetzt könnt ihr euren ganzen Fundus an Pädagogik ausleben und euer humanistisches Menschenbild, euer Wissen aus Themenzentrierter Interaktion, Transaktionsanalyse und was es alles gibt, ausschöpfen. Wir brauchen Euch jetzt umso mehr. Und mein großer Dank all denen, die sich mit ganzem Herzen und voller Energie für unsere Kinder einsetzen und sie jetzt noch mehr in ihrer Entwicklung fördern und in ihrer Persönlichkeit achten und wertschätzen.

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Selbstmanagement

Selbstmanagement ist eine wichtige Kompetenz als Führungskraft und für mehr Balance im Leben. Wir werden „gerüttelt und gerührt“, das Leben tobt, wir befinden uns in der Rushhour des Lebens, um uns herum und in uns herrscht ein wilder Sturm. In ruhiges Fahrwasser zu kommen, scheint derzeit fast unmöglich.Umso wichtiger ist es, uns selbst auszubalancieren. „Dafür habe ich keine Zeit…“, höre ich gerade sehr oft. Bei genauerem Nachfragen höre ich heraus, dass es meistens nicht an der Zeit liegt, sondern daran, dass wir nicht wissen, wie wir das in unserem Alltag umsetzen können. Wir haben es nicht gelernt. Wir haben gelernt, zu funktionieren und Erwartungen zu erfüllen. Erwartungen, die von außen an uns herangetragen werden, aber auch Erwartungen, die wir an uns selbst haben. Wir setzen uns unter Druck, indem wir Etwas oder Jemand sein wollen und Ziele erreichen wollen, die uns sehr viel abverlangen und uns daran hindern, unsere kleinen Entwicklungsschritte und Fähigkeiten zu sehen. Wir versuchen, uns in eine Schablone zu drücken, die wir uns selbst gebaut haben, anstatt herauszufinden, wer wir eigentlich sind und was uns als Mensch ausmacht. Ziele zu haben ist gut, nur bloße Ziele machen uns  nicht immer zufrieden, sie treiben uns an, doch wenn uns dabei der Sinn fehlt, erfüllt uns das Erreichen der Ziele oft nicht. Dann braucht es wieder neue Ziele usw. Das kann uns innerlich ausbrennen, uns Stress machen und ein ungesundes Gefühl von „Getrieben sein“ verursachen.  Jemand sagte mal zu mir: „ Es ist wichtiger, für sich selbst eine Art Betriebsanleitung zu entwickeln, also herauszufinden wie ich funktioniere, als danach zu schauen, wie ich funktionieren sollte.“ Das war für mich ein schönes Bild. Es macht einen großen Unterschied. Und um das herauszufinden, ist es wichtig, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen, mich immer wieder selbst zu reflektieren, neugierig wie ein Forscher, das eigene Verhalten, die eigenen Reaktionen, Gedanken und Emotionen wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten. Das ist eine wichtige und hilfreiche Form der Selbstführung und so lerne ich mich immer besser kennen und auch schätzen und ich kann herausfinden, was mich im Leben erfüllt und mir Sinn gibt, ich lerne meine Bedürfnisse und Grenzen kennen und ich kann sie auch immer besser im Außen ohne schlechtes Gewissen oder Druck kommunizieren. Dabei agiere ich dann immer authentischer und meine Ziele ergeben sich dann daraus, weil ich mich immer mehr nach einem Lebenssinn ausrichte. Es bringt mir Zufriedenheit. Und – Hand aufs Herz – welcher Führungskraft vertrauen wir mehr? Einer Führungskraft, die viel redet und nach außen Souveränität vorspielt? Oder einer Führungskraft, die sich seiner/ihrer SELBST bewusst ist und wertschätzend mit sich und Anderen umgeht? Wenn wir uns besser kennenlernen und achtsam mit uns und unseren Bedürfnissen umgehen, gehen wir automatisch auch besser mit unseren „Schwächen“ um und wir gehen automatisch auch achtsam mit Anderen um. Das wiederum nimmt uns den Druck, Erwartungen erfüllen zu müssen und schafft eine innere Balance und innere Freiheit, die sich im Außen zeigt und uns widerstandsfähiger macht gegen den alltäglichen Sturm des Lebens. In meinen Coachings unterstütze ich Sie dabei herauszufinden, wer Sie sind, was Sie ausmacht, welches Potential in Ihnen steckt, wie Sie das authentisch als Mensch und in Ihrer Rolle als Führungskraft leben können, und wie Sie dabei Ihre Ressourcen kräfteschonend und zielorientiert einsetzen können. Lassen Sie uns darüber sprechen und gemeinsam Ihren Weg finden. Ihre Elli Zartmann Kontakt

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Der Wunsch nach Klarheit und Planbarkeit

Der Wunsch nach Klarheit und Planbarkeit ist größer denn je, in einer Zeit, die geprägt ist durch ein Gefühl des Kontrollverlusts. Doch die Corona-Krise bedeutet Umdenken und Durchhalten, ohne genau zu wissen, wo uns das hinführt – zwei Resilienzfaktoren, die gerade jetzt wichtig sind   Die Corona-Krise bleibt uns noch auf nicht absehbare Zeit erhalten, da hilft es auch nicht, den Kopf in den Sand zu stecken. Aber wie geht man mit dieser psychischen, teils sogar physischen Belastung um? Woher nimmt man die Kraft und Motivation, mit dieser Krise zu leben und sich ggf. neu zu orientieren? „ Durchatmen und Ärmel hochkrempeln ist jetzt die Devise“, empfiehlt Elli Zartmann, Mental Coaching Expertin und Mindest Trainerin. Für die meisten Menschen ist im März eine kleine Welt zusammen gebrochen, teils mit verheerenden Auswirkungen. Die Generation von heute ist den Umgang mit einer länger andauernden Krise, die sich auf nahezu alle Bereiche, egal ob beruflich oder privat, auswirkt, schlichtweg nicht gewohnt. Unsere Eltern und Großeltern sind die Generationen, die das Durchhalten und Wiederaufstehen durch die Kriegsjahre zuletzt erfahren haben. Damals sprach man noch nicht von Resilienz. Ohne genau zu wissen, wo sie das hinführt, haben sie „Stein für Stein“ ihr Leben wieder aufgebaut. Eine Expertin auf diesem Gebiet, Elli Zartmann, hat es dieses Jahr selbst erlebt: „Meine gebuchten Trainings und Coachings wurden bis auf Weiteres storniert. Wann sie stattfinden können, ist unklar, da sich viele Unternehmen und auch Privatpersonen immer noch in Unsicherheiten und auch in existenziellen Nöten befinden. Anfang Mai hatte ich meinen persönlichen Tiefpunkt erreicht. Als alleinerziehende Mutter fühlte ich mich kurzzeitig meinen Ängsten ausgeliefert und hatte das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. An diesen Tagen im Mai konnte ich aber auch mit Erstaunen feststellen, dass ich scheinbar eine so große innere Stärke und ein immens großes Vertrauen in die Zukunft habe, dass ich die Emotionen durchlebt habe, dann einen Sinn für mich in der ganzen Krise sehen konnte und dadurch wieder in meine Kraft kam, um zu überlegen was nun zu tun ist und einen Schritt nach dem Anderen zu gehen.“ Trotz ihrer Ausbildung und Erfahrungen als Mental Coach war auch Elli Zartmann gegenüber den neuen Umständen zunächst wie gelähmt. Doch die als Coach gelernten Methoden und ihr entwickeltes Mindset, stete Auseinandersetzung mit Emotionen, Denkmustern, dem gesamten Innenleben und der Wirkung im Außen, ließen sie schnell die eigenen Chancen erkennen, und wie sie anderen helfen kann, einen Weg aus der Krise zu finden. An sich klingt es beinahe banal: Wichtig ist, immer wieder aufzustehen, das Leben selbst wieder in die Hand zu nehmen und nicht die Verantwortung auf Andere oder die Umstände abzuwälzen. Es bedeutet, Dinge, die nicht zu verändern sind, zu akzeptieren und dann nach Lösungen zu suchen. Bleibt man in der Angst, Wut oder Hoffnungslosigkeit stecken oder in der Suche nach einem Schuldigen, ändert sich nichts, weil unser Gehirn nicht darauf ausgelegt ist, gleichzeitig wütend zu sein und sinnvolle Entscheidungen treffen zu können. Das funktioniert nicht. „Erst wenn ich es geschafft habe, in eine innere Ruhe zu kommen, mich „runterzufahren“, meine Ängste und die auslösende Situation mit ihrer Ungewissheit zu akzeptieren, einen Realitätscheck der Wahrscheinlichkeit zu machen, kann ich Lösungen finden,“ erläutert Elli Zartmann. „Wir müssen lernen es auszuhalten, dass nichts wirklich klar ist und nichts wirklich planbar“. Und dieser Prozess, die Wandlung in etwas Positives, kann trainiert werden. Resilienz ist in diesem Zusammenhang ein derzeit sehr häufig auftauchender Begriff und wird sehr unterschiedlich definiert. Früher als eine statische Charakteristik eines Menschen, als etwas das man eben hat oder nicht, wird es inzwischen als ein dynamischer Prozess beim Vorhandensein belastender Ereignisse und Schwierigkeiten beschrieben, also als die Fähigkeit, Entwicklungsaufgaben erfolgreich zu bewältigen und eine Anpassungsfähigkeit mit biologischer und neurobiologischer Veränderung aufzuweisen. D.h. in unserem Nervensystem und Gehirn entstehen Veränderungen, die uns weiter befähigen und für die nächsten Vorkommnisse widerstandsfähiger machen. „Vereinfacht ausgedrückt: Wir wachsen mit unseren Aufgaben in einem dynamischen Prozess. Wie stark wir sind, merken wir oft erst, wenn uns keine andere Möglichkeit mehr bleibt, wenn wir unsere Komfortzone verlassen müssen. Und wieviel Herausforderung wir meistern können, ist sehr unterschiedlich,“ so Zartmann. Fazit und Hintergrundinformationen zum Thema Resilienz: Welche Faktoren unsere vorhandene Resilienz beeinflussen, ist noch nicht klar. Die Forschung ist zu der Aussage gekommen, dass es dazu Langzeit – und Längsschnittstudien braucht, die viele Faktoren beinhalten. Der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky (1923-1994) fand in seinen Forschungsarbeiten mit Überlebenden aus Konzentrationslagern des zweiten Weltkrieges heraus, dass die Stärkung der Widerstandskräfte in großem Zusammenhang steht mit einem Kohärenzgefühl, das sich durch drei Aspekte auszeichnet: Ein Gefühl der Verstehbarkeit, der Handhabbarkeit / Selbstwirksamkeit und der Sinnhaftigkeit. Der derzeitige Stand und meine eigene Erfahrung ist, dass wir mentale und emotionale Widerstandskräfte entwickeln können durch eine immerwährende reflexive Veränderung in unserem Denken und durch achtsamen Umgang mit unseren Ressourcen. Wir brauchen immer wieder Erholungsphasen. Da sind auch schon kurze Pausen des NICHTStuns sinnvoller und hilfreicher als Durchpowern bis zum nächsten Urlaub, mir immer wieder kurz Zeit zu nehmen zum Überprüfen meiner Gedanken, die mit den Ängsten verbunden sind. Denn meistens sind das antrainierte negative Denkmuster aus der Kindheit, die wir als wahr erachten, die aber gar nicht der Wahrheit entsprechen, weder realistisch noch hilfreich sind. Neue Möglichkeiten für neue Denkmuster zu entdecken, einen Sinn dahinter zu sehen und zu verstehen, anzuerkennen, dass es viele unterschiedliche Perspektiven und Sichtweisen gibt und nicht die eine wirkliche Wahrheit, hilft uns zu relativieren, uns wieder positiv auszurichten und dadurch diese Widerstandskraft zu trainieren. Und weil unsere Psyche gekoppelt ist mit unserem Immunsystem hilft uns das auch, resistenter gegen Krankheiten zu werden. Wenn wir das kultivieren als einen neuen Lebensstil, stärken wir unsere Resilienz und machen uns psychologisch und physiologisch widerstandsfähiger. Und das ist das, was wir generell und vor allem in Krisen wie jetzt brauchen. Also negative Bewertungen und Worst Case-Szenarien loslassen, Ärmel hochkrempeln, dem Leben einen Vertrauensvorschuss geben, uns auf bereits bewältigte Schwierigkeiten besinnen und weitermachen. Es ist in uns Menschen angelegt, Lösungen zu finden und zu schaffen, wir müssen uns das nur zutrauen. 12.10.2020 – Pressetext Quellen: link.springer.com Leitthema Published:

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Verteidigung ist ein Schritt zum Kampf

Verteidigung ist ein Schritt zum Kampf Wie es gelingen kann, die eigene Verletzlichkeit zu lieben und auch im Angriff klar und wertschätzend zu kommunizieren Da ist er wieder – der Paukenschlag, der uns trifft und uns komplett aus dem Konzept bringt. Es gibt Menschen, die es immer wieder schaffen, diesen Punkt zu treffen. Woran liegt das, dass wir auch nach noch so vielen gelesenen Büchern, Seminaren und Selbstfindungskursen doch noch so aus dem Gleichgewicht, so in Wallung zu bringen sind? Wir können uns souverän verhalten, kontrolliert, uns keine Blöße geben, unseren Verstand arbeiten lassen, doch in unserem Inneren sieht es aus wie in einer Schaltzentrale voller falsch zusammengestöpselter Leitungen. ALARM ist angesagt. Unser Nervensystem schaltet auf Notsysteme um, und meistens greift es auf alte Muster zurück, wir fühlen uns zurückversetzt in Zeiten, als wir uns klein und hilflos gefühlt haben. Unsere Stressmuster setzen ein: Flucht, Gegenangriff oder Starre. Dabei haben wir gar nichts falsch gemacht. Wir handeln nach bestem Wissen und Gewissen, zumindest für den Augenblick. Entscheidungen werden im Moment getroffen, auch wenn wir sie manchmal später gerne widerrufen würden. Für den Moment erschienen sie uns richtig. Also warum können uns andere Menschen so treffen, dass wir uns verteidigen oder fliehen müssen, um nicht „im Strudel zu ertrinken“. Das Interessante dabei ist, dass wir oft nur zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort sind, jemandem begegnen, der gerade eine Projektionsfläche braucht für seinen eigenen Stress oder wir in einer anderen Person eine Projektion unsere eigenen negativen Erinnerung sehen. Eine Erinnerung, die aus unserem Bewusstsein abgespalten ist, die uns einst emotional so stark getroffen hat, dass unser Gehirn diese Erinnerung verfälscht oder nicht erreichbar abgespeichert hat und die dann „angetriggert“ wird. Unsere Gehirnhälften arbeiten ja unterschiedlich. Sie korrespondieren miteinander und fragen nach Erklärungen. Die linke Gehirnhälfte erzählt uns Geschichten, die stimmig wirken, egal ob sinnvoll oder nicht und wenn wir im Stress sind, wird auf alte Denkmuster und Erklärungen zurückgegriffen. Auch wenn wir uns über Vieles schon bewusst sind als Erwachsener, greifen dann die kindlichen Muster. In der Transaktionsanalyse gibt es das Modell der ICH-Zustände • Eltern – Ich. – Reaktionen aus einer vermeintlichen Machtposition heraus • Erwachsenen – Ich. – Bewusst getroffene Entscheidungen und Handlungen • Kind – Ich. – Reaktion aus alten Erinnerungen heraus Spannend ist, dass wir in Stress-Situationen meist aus dem Kind – Ich heraus reagieren. Wenn wir in den Gegenangriff gehen, reagieren wir dann manchmal aus dem Eltern – Ich mit dem erhobenen Zeigefinger, das viel besser weiß, was für den Anderen gut ist, bestrafend wirkt und seine „Ohnmacht kompensieren“ möchte. Je bewusster wir uns dessen werden, umso besser können wir unsere Reaktionen verstehen. Und vor allem können wir uns dann immer besser mit diesen Reaktionen und alten Mustern annehmen und auch damit wertschätzen und lieben. Wenn wir lernen, uns mit all diesen Konzepten in unserem Unbewussten mit liebevoller Nachsicht und Zuneigung uns selbst gegenüber zu akzeptieren, ist das die Form von SELBST-Liebe, die uns in unserem Inneren heilt, die unser inneres Kind heilt und die uns vor Angriffen schützt. Wenn wir keine Angriffsfläche haben, weill wir uns mit uns, unseren erlebten Verletztheiten und den „Verletzern“ aus der Vergangenheit ausgesöhnt haben, kann uns nichts mehr verletzen. Die Wahrheit ist, dass nur wir selbst uns verletzen können, indem wir diese Angriffe zu uns nehmen und uns dann selbst klein machen. Und dennoch jeder Mensch ist verletzbar, das bringt unsere Menschlichkeit mit sich und macht uns erst zu Menschen. Sie zeigt uns auch die Verletzlichkeit anderer Menschen, bringt uns in eine Tiefe der Verbindungen zu Anderen, Mitgefühl und Verständnis für die Befindlichkeiten anderer Menschen. Die eigene Verletzlichkeit zuzulassen und zu lieben nimmt uns die Angst davor, auch die Angst vor einer Blamage. Und das schützt uns wieder vor Stress und kann uns von chronischen Krankheiten heilen. Verteidigung und Gegenangriff sind Schritte zum Kampf, denn sie laden unser Gegenüber zur weiteren Verteidigung und zum Gegenangriff ein und wir kämpfen gegen uns selbst. Und bei einem Kampf gibt es immer einen Gewinner und Verlierer. Wenn wir erkennen, dass wir in uns die „Baustelle“ haben, die gerade durch das Verhalten oder eine Bemerkung des Anderen getroffen wurde, und wenn wir gelernt haben, das nicht mehr zu bewerten, sondern nur wahrzunehmen und zu lösen, können wir in unserer Präsenz und Wertschätzung uns und dem Anderen gegenüber bleiben und in dieser Präsenz klar und respektvoll auf Augenhöhe aus der Perspektive des Erwachsenen – Ichs heraus kommunizieren. Das gelingt nicht immer und nicht immer gleich, doch wir können es lernen. Wenn Du mehr darüber lernen und erfahren möchtest, melde Dich zum Seminar an: „Liebe Deine Verletzlichkeit, lerne mutig uns aus ganzem Herzen zu leben“ Termin: 12. September 2020, 10:00-17:00 Uhr, Goethestr. 4, Neckarsulm Infos unter www.freewings-coaching.de/Termine Ich wünsche Dir noch einen wunderbaren August 2020 – Deine Elli Zartmann Kontakt

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